DAX Aktuell: Bullen galoppieren dank US-Arbeitsmarkt in den Wochenschluss


(JK-Trading.com) – Der DAX zeigte sich auch in den Wochenschluss stark, ergänzend zu geld- und fiskalpolitischen Hoffnungen vom US-Arbeitsmarkt.

Bereits am 27.05. brachte die EU-Kommission einen 750 Milliarden Euro Corona-Wiederaufbaufonds ins Spiel, gefolgt von einem zusätzlichen Konjunkturpaket der deutschen Bundesregierung in Höhe von 130 Mrd. Euro innerhalb welchem bspw. die Mehrwertsteuer für sechs Monate von 19% auf 16% gesenkt wird und „gekrönt“ von der EZB am Donnerstag, wonach das Corona-Krisen-Anleihekaufprogramm PEPP um 600 Milliarden Euro aufgestockt werden soll und ‚PEPP‘ „so weit und so lange wie nötig anzupassen".

Verkäufer waren in diesem Marktumfeld nahezu komplett unsichtbar, eventuell auch weil diese ahnten, dass da mit dem US-Arbeitsmarkt noch etwas kommen könnte - und kam es dann auch: in den USA wurden außerhalb der Landwirtschaft 2.5 Millionen neu-geschaffene Jobs zu verzeichnen, erwartet wurde mit einem Rückgang um 7.5 Millionen.


Wirlich überzeugt von diesen Zahlen bin ich allerdings nicht, stelle mir Fragen wie: "Was, wenn es sich einfach um einen "PPP-Effekt" handelt, sprich: Unternehmen zwecks der Qualifizierung für staatliche US-Hilfsprogramme kurzzeitig Mitarbeiter angestellt haben, um Hilfsgelder zu erhalten, diese anschließend aber wieder feuern?"


Ausgehend hiervon sehe ich den Aktienmarkt weiter vollständig von der Realwirtschaft abgekoppelt und im Falle des DAX mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 20 bewertet, dem höchsten Stand seit der New Economy im Jahr 2000, dennoch dürfte das eventuelle Korrekturpotential in den kommenden Tagen beschränkt sein.

Obwohl der technische Modus auf der Oberseite stark überdehnt ist und sich im RSI(14) auf Stundenbasis eine bearishe Divergenz ausbildet, sehe ich eine tiefere Korrektur erst bei einem Bruch unter die 12.300/350er Region, dann mit erstem Ziel um 12.000 Punkte, darunter im Bereich um 11.800/850 Punkte.

Oberhalb von 12.300/350 Punkten liegt der Fokus und das Ziel auf der Oberseite auf den Tiefstständen im Januar bei 12.850/900 Punkten.