DAX Aktuell: deutsche Wirtschaft vor Kollaps durch Preisexplosion, DAX40-Bären lauern


(JK-Trading.com) – Der DAX hat am Freitag, folgend der Erzeugerpreisentwicklung in Deutschland im Juli und einem Spike in Zinsen erneut Abschläge zu sehen bekommen.


Nach dem Test der 14.000er Marke in der ersten Wochenhälfte, gab der DAX innerhalb von drei Handelstagen die Aufschläge der vergangenen zwei Handelswochen wieder her, primär getrieben durch die zunehmenden Rezessionssorgen in Deutschland infolge der explodierenden Energie- und Elektrizitätspreisen, die einen Großteil der deutschen Industrie, besonders des Mittelstandes dahinraffen dürften.


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Öl ins Feuer waren in diesem Zusammenhang die Erzeugerpreise aus Deutschland für den Monat Juli, die gegenüber dem Vorjahresmonat um 37.2% stiegen, dem stärksten Anstieg innerhalb eines Jahres seit Beginn der Datenerhebung im Jahr 1949. Nach den jüngsten Korrekturbewegungen im Rohstoffbereich hatten sich Hoffnungen auf einen, zumindest kurzfristigen, Peak Out in der Inflation breitgemacht, doch diese Hoffnung wurde mit einem Rekord-Preisanstieg auf Monatssicht von 5.3% zerstreut.


10-jährige Zinsen deutscher Schuldtitel stiegen den höchsten Stand seit gut einem Monat und haben sich in den vergangenen drei Wochen allein nahezu verdoppelt, eventuell auch, weil sich Spekulationen hinsichtlich einer zeitnah restriktiv agierenden EZB breitmachten. Doch beim zeitgleichen Blick auf den Euro, besonders zum US-Dollar, der erneut die Parität ins Visier nimmt, wird klar, dass es weniger die Sorge einer restriktiveren EZB, als eher die ernstzunehmende Sorge eines vollständigen Kollapses der deutschen Wirtschaft, des Rückgrats des Euros, Treiber der jüngsten Bearishness im DAX ist.


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Abzuwarten bleibt nun, ob es den DAX-Bullen zügig gelingt, die 13.600er Marke zurückzuerobern. Falls ja, wäre ein schneller Test der 13.800er Region sehr realistisch, eine Rückeroberung und halten machte einen erneuten Test der 14.000er Region denkbar.


Falls nicht und die DAX-Bären halten das Ruder im deutschen Leitindex weiter fest in der Pranke, liegt eine solide und wichtige Unterstützung im Bereich um 13.400, darunter im Bereich um 13.300 Punkte: