Digitale Vermögensverwaltung: mein persönliches Investment-Risikoprofil


Nachdem wir uns im vorigen Blog-Artikel zur digitalen Vermögensverwaltung der persönlichen Risiko-Präferenz gewidmet haben, sollst du in diesem Artikel einen kleinen Frage-Katalog an die Hand bekommen, sodass du dein persönliches Risikoprofil erstellen kannst.


Zum besseren Verständnis sollen die Fragen beispielhaft beantwortet werden, dienen dem Ziel, die Risikofähigkeit und die Risikobereitschaft unseres hypothetischen Investors zu erfragen.


Die gegebene Antwort ist in rot hervorgehoben.

Risikofähigkeit

1. Wie lange ist dein Anlagehorizont?

  • Weniger als 2 Jahre

  • 2-5 Jahre

  • 5-10 Jahre

  • Länger als 10 Jahre

2. Sind innerhalb dieses Anlagezeitraums größere, kapitalintensive Anschaffungen geplant (Eigentum (Haus oder Wohnung), die es nötig machen, auf das Geld zurückzugreifen?

  • Wahrscheinlich ja

  • Eventuell

  • Wahrscheinlich nein

3. Wenn das Geld angelegt ist, auf wie viel Geld kannst du sofort zugreifen?

  • Weniger als zwei Monatsgehälter

  • 3-6 Monatsgehälter

  • Mehr als sechs Monatsgehälter

4. Wie alt bist du?

  • Jünger als 30 Jahre

  • 30-50 Jahre

  • 50-65 Jahre

  • Älter als 65 Jahre

5. Kannst du Geld sparen?

  • Nein, ich gebe stets etwas mehr Geld aus, als ich verdiene

  • Nein, Einnahmen und Ausgaben halten sich bei mir ungefähr die Waage

  • Ja, ich kann pro Jahr 1-2 Monatsgehälter zurücklegen/sparen

  • Ja, ich kann pro Jahr 3 oder mehr Monatsgehälter zurücklegen/sparen

6. Für wie viele Personen bist du finanziell verantwortlich und musst du unterstützen?

  • Keine

  • 1

  • 2

  • 3 oder mehr

Risikobereitschaft

7. Was ist dir bei einer Geldanlage wichtig?

  • Hohes regelmäßiges Einkommen

  • Einkommen und Kapitalgewinn

  • Hoher Kapitalgewinn

8. Verfolgst du die Entwicklungen an den Finanzmärkten?

  • Ja

  • Ab und an

  • Nein

9. Wie würdest du auf einen Kapitalrückgang deiner angelegten Investitionssumme in Höhe von 20% reagieren?

  • Ein so hoher Verlust wäre für mich inakzeptabel

  • Ich würde mein Investment genauer betrachten und abwägen, wie ein solcher Kapitalrücksetzer historisch einzuordnen ist

  • Solche Kapitalschwankungen stellen für mich kein Problem dar

10. Hast du schon einmal Geld in Anleihen (Staats- oder Unternehmensanleihen) investiert?

  • Nein

  • Ja, aber die Kursschwankungen waren für mich zu hoch

  • Ja

11. Hast du schon einmal Geld in Aktien investiert?

  • Nein

  • Ja, aber die Kursschwankungen waren für mich zu hoch

  • Ja

12. Wie hoch ist deine ungefähre Anlagesumme?

  • Kleiner 50.000 Euro

  • 50.000 – 100.000 Euro

  • Größer 100.000 Euro

Auswertung

Ausgehend von den hypothetischen Antworten ergibt sich für unseren Anleger eine hohe Risikofähigkeit und Risikobereitschaft, was einem indikativen Investment-Portfolio mit einer Rendite-Erwartung zwischen -20% und +35% entspricht.

Grafisch:

Konkret:

Der gewählte Anlagehorizont unseres hypothetischen Investors liegt zwischen fünf bis zehn Jahren im mittleren bis längerfristigen Bereich und es sind zeitnah keine größeren Anschaffungen wie eine Immobilie oder ein Auto geplant.

Der Umstand, dass mehr als ein halbes Jahresgehalt trotz Investment verfügbar ist, deutet auf viel Erspartes und versetzt unseren hypothetischen Investor liquiditätstechnisch in eine komfortable Lage.

Dennoch sollte berücksichtigt werden, dass unser Anleger drei oder mehr Personen finanziell zu unterstützen hat.

Ausgehend vom Alter zwischen 30 und 50 Jahren ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um einen Anleger mit Familie handelt.

Somit sollte trotz der komfortablen Liquiditäts- und Sparsituation nur ein Teil in schwankungsintensive, risikobehaftete Anlagen investiert werden.

Hinsichtlich der Risikobereitschaft zeigt sich, dass unser hypothetischer Anleger mit seinen Investments einerseits auf ein stabiles Einkommen abzielt, aber auch von Kurssteigerungen profitieren möchte.

Hieraus ergibt sich zunächst eine Aufteilung der Anlagesumme in Aktien und Anleihen.

Durch das Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen, dem Blick auf die täglichen Kursentwicklungen an der Börse und dem Umstand, dass unser hypothetischer Anleger selbst einen Kapitalrücksetzer von einem Fünftel seiner Anlagesumme tolerieren könnte, deuten auf eine stärkere Risikobereitschaft hin.

Hierdurch ergibt sich, dass die Gewichtung eines Portfolios unseres Anlegers größtenteils aus Aktien bestehen sollte, der Anleihe-Anteil geringer ausfallen.

Um dem Umstand Tribut zu zollen, eine Balance zwischen Kursgewinnen und stetigem Einkommen zu erreichen, sollten einige Dividenden-starke Papiere, auch aus dem internationalen Bereich eingestreut werden (wobei erwähnenswert ist, dass Anlagen in internationalen Aktien Fremdwährungsrisiken ausgesetzt sind).

Eine Aufteilung des Portfolios in 60 – 70% Aktien (national und international) und 30 – 40% Anleihen scheint empfehlenswert.

Um die Positionierung in Aktien zu erreichen, besteht eine Möglichkeit Investments in ETFs (Exchange Traded Funds) anzustreben.

Zwecks Risikostreuung ist zudem denkbar, dass obiger, hypothetischer Anleger 80% seiner Anlagesumme zwischen Aktien und Anleihen aufteilt und eine 10-20%ige spekulative Komponente, wie z.B. ein Investment in ein Managed Account, anstrebt.

Solche Investments eignen sich allerdings ausgehend von der hohen spekulativen Komponente und dem Umstand, sich dem Risiko ausgesetzt zu sehen, sein in diesem Bereich komplett investiertes Kapital zu verlieren, nur für Anleger wie obigen, hypothetischen Investor, der über eine hohe Risikobereitschaft und Risikofähigkeit verfügt.


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