Ich denke wie ein Trader, also bin ich Trader!


Nach unseren ersten beiden Blog-Artikeln der Serie „Die 4 Stufen des Lernens im Trading“ (Teil 1 & Teil 2), wollen wir uns in diesem Artikel der dritten Stufe widmen: der Stufe der bewussten Kompetenz.


Bei Erreichen dieser Stufe handelt es sich im übertragenen Sinne um jenen Moment, wo du akzeptierst, dass die Suche nach „Gewinn-Trades“ durch Vorhersagen von Marktbewegungen tatsächlich nicht das ist, um was es beim erfolgreichen, profitablen Trading geht.


Du beginnst auf dieser Stufe zu erkennen, was zu tun ist, damit du dein Ziel, langfristig profitabel zu handeln, erreichen und halten kannst.


Auf dieser Stufe beginnst du dich zunehmend von deiner Gefühlslage und deinen Emotionen im Trading zu trennen.


Deine dich in deinem täglichen Trading begleitenden Gefühle und die emotionalen Achterbahnfahrten gehören auf dieser Stufe der Vergangenheit an.


Stattdessen wird dein Trading mehr und mehr zu einem automatisierten Prozess, wo du ohne jegliche Skepsis und Hintergedanken, an erster Stelle basierend auf deinem Vertrauen in und dem Wissen um die Profitabilität deiner Handelsstrategie Trades eingehst und schließt.


Die Betonung etwas weiter oben liegt aber ganz klar auf „zunehmende Trennung von Gefühlen und Emotionen“.


Diese sind weiter ein Begleiter und es kommt immer noch von Zeit zu Zeit vor, dass du emotional wirst und ausgehend von diesen Gefühlen und Emotionen kostspielige Entscheidungen in deinem Trading triffst.


Der große Unterschied zur zweiten Stufe des Lernens, der „bewussten Inkompetenz“ ist allerdings: du kannst diese kostspieligen Entscheidungen und Fehler nicht nur erkennen, sondern auch als solche einordnen, analysieren und Verbesserungen auf den Weg bringen.


Der Grund: du hast eine Vorteil-versprechende Handelsstrategie formuliert, deren Kern-Parameter du in der Tiefe kennst (z.B. das Payoff-Ratio, wie lange dauern Gewinn-/Verlust-Serien im Schnitt ausgehend von einer klaren Trefferquote an, usw.)


So fällt es dir zum Beispiel beim Umgang mit Verlust-Trades sehr viel leichter mit diesen umzugehen, zum Beispiel dank der klaren Formulierung von Glaubensgrundsätzen, die Verluste im Trading als „Teil des Spiels“ einordnen und ausgehend wovon es dir viel leichter fällt zu glauben, dass du trotz einer Verlustserie auf lange Sicht dennoch mit deiner Strategie profitabel am Markt agieren wirst können.


Auch sogenannte „kognitive Verzerrungen“ im Trading, wie die uns Menschen klassisch innewohnende Verlust-Aversion, wird auf dieser Stufe des Lernens begonnen zu akzeptieren und entsprechend mit dieser umgegangen.


(Anmerkung: dieser Vortrag widmet sich besagter Verlust-Aversion, von mir gehalten für Tickmill auf der WoT 2018)


Es schmerzt zwar in Relation immer noch deutlich mehr, wenn sich eine Position gegen dich bewegt und du bist nur schwer in der Lage, auftretende Gewinner auch nur annähernd genauso wertzuschätzen und dich über diese zu freuen, wie ein in gleicher Höhe auftretender Verluste dich schmerzt.


Aber du weißt über diesen Streich, den dein Gehirn dir hier spielt Bescheid.


Und in Kombination mit dem Wissen um deine profitable Handelsstrategie, wird dein Trading wesentlich weniger negativ beeinflusst.

Du hast jetzt einen Plan!


Neben deinem soliden Risiko- und Money-Management-Plan und deinem disziplinierten Umsetzen der erprobten, profitablen Handelsstrategie ist dein Wissen um Techniken, die es dir als Trader möglich machen, dein Handeln in einzelne Schritte zu zerlegen, Schritt für Schritt anzuwenden und entsprechend zu analysieren auf dieser Stufe deines Lernprozesses der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.


Nach Erreichen der dritten Stufe des Lernens, gilt es nun den Zustand der unbewussten Kompetenz zu erreichen, den Bereich des optimalen Erregungsniveaus, deine Zone.


Dieser vierten Stufe des Lernens wollen wir uns im nächsten Blog-Artikel widmen.


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