Der Weg zum Trader: im Trading in Wahrscheinlichkeiten denken


Im Blog-Artikel „Die 4 Hauptunterschiede zwischen Amateuren und Profi-Tradern lautete der dritte Hauptunterschied:

Professionelle Trader sehen Trading als ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten

Aber was ist damit eigentlich konkret gemeint?


Dieser Blog-Artikel soll die Frage beantworten und am Ende einen Ablaufplan vorstellen, wie auch du ein auf Wahrscheinlichkeiten-basiertes Mindset für dein Trading aufbauen kannst.

Ich möchte mich im Folgenden ganz besonders an den Ausführungen eines der vermutlich einflussreichsten Trading-Psychologen orientieren, dem im deutschsprachigen Raum viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird: Mark Douglas.

Einer der Gründe dürfte sein, dass die Ausführungen Douglas‘ nahezu ausschließlich in englischer Sprache verfügbar sind und selbst hier manchmal nur mit viel Mühe in Buchform beschafft werden können.

Im Einband des Buchs „Trading in the Zone - Master the Market with Confidence, Discipline, and a Winning Attitude” steht: “Douglas uncovers the underlying reasons for lack of consistency and helps traders overcome the ingrained mental habits that cost them money.”, zu Deutsch:

“Douglas deckt die Gründe für mangelnde Konstanz im Trading auf und hilft dem Trader die tief verwurzelten Gewohnheiten, die ihn Geld kosten, zu überwinden.“

Wie das Douglas gelingt?

Nun, ein erster Schritt, um diese tief verwurzelten mentalen Gewohnheiten zu überwinden, besteht darin, die dem Trading natürlich innewohnenden Unsicherheiten und Risiken, die den Trader ausgehend von der menschlich natürlichen Risiko- und Verlustaversion vor große Schwierigkeiten stellt, zu beseitigen.

Nach Douglas resultieren die durch das Trading hervorgerufenen Emotionen vor allem von Erwartungen (sowohl positive als auch negative), die sich ganz besonders, sobald sie nicht erfüllt werden, in Frustration, Wut oder Rachegelüsten („Ich will es dem Markt heimzahlen!“) äußern.

Besonders fortgeschrittene Trader werden nicht nur einmal gehört oder gelesen haben, dass es beim Trading „um ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten“ geht.

Aber was heißt das und vor allem: kann man das lernen? Kurz: „Ja, kann man!“

Douglas schreibt hierzu:

„Um in Wahrscheinlichkeiten zu denken, muss man ein mentales Rahmenwerk schaffen bzw. ein Mindset/eine Denkweise etablieren, das mit den zugrunde liegenden Prinzipien einer auf Wahrscheinlichkeit-basierenden Welt übereinstimmt. Hierzu gilt es fünf grundlegende Wahrheiten zu akzeptieren:

  1. Alles kann jederzeit passieren.

  2. Um im Trading Geld zu verdienen, musst du nicht wissen, was als nächstes geschieht

  3. Es gibt eine zufällige Verteilung von Gewinn- und Verlust-Trades für eine bestimmte Menge an Variablen, die einen Vorteil definieren

  4. „Vorteil“ bedeutet, dass es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für einen bestimmten Ausgang im Vergleich zu einem anderen Ausgang gibt

  5. Jeder Moment im Markt ist einzigartig.

Neben "Wahrscheinlichkeit" sticht das Wort „Vorteil“ heraus.

Douglas weist in diesem Zusammenhang auf etwas hin, was wir in einem künftigen Video-Tutorial kennenlernen werden als

Die Aneinanderreihung dieser zufälligen Handelsergebnisse, die fortwährend einen Vorteil kapitalisieren, resultiert in der Profitabilität des Tradings.

D